Interview mit Sylvia (geführt von Falcon)
Regel Nr. 1 für ein tolles Interview: Schaffung einer angenehmen Atmosphäre! Ich hatte deshalb die sportliche Sylvia Bommes zu einer Squash-Partie eingeladen, um ihr dabei in angenehmer Umgebung mit so mancher neugierigen Frage interessante Informationen zu entlocken. Der Ort war eine gute Wahl, schliesslich bin ich durchtrainiert... naja, halbwegs in Schuss... okay, war mal sportlich. Ausserdem bin ich ein Squash-As... naja, habe schon mehrmals gespielt... okay, weiss, auf welcher Seite man den Schläger angreift.
Während ich gerade darüber nachdenke, warum Frauen immer so lange beim Umziehen brauchen, kommt Sylvia flugs aus der Umkleidekabine. Und ich stelle fest, was angesichts der üblichen Frühstücksfernsehoptik noch unbewiesen war - Sylvia hat auch einen Unterkörper! Und was für einen! Überhaupt ist das ganze Ensemble von Ober- und Unterkörper, wie mir angesichts Sylvia's enger Sportbekleidung ebenso schnell wie drastisch klar wird, äusserst wohlgeformt und irgendwie... oioioioioioi... ob ich mich da auf das Interview konzentrieren......................
Als ich kurz darauf wieder aus meiner Bewusstlosigkeit erwache und neben mir Sylvia erblicke, behaupte ich gerissen, ich müsse wohl einen Squashball an den Kopf bekommen haben. Sylvia nickt überzeugt und ich beachte ihr amüsiertes Grinsen nicht weiter. Ich stimme dann aber sicherheitshalber zu, als Sylvia meint, dass sie sich gerade Rollschuhe gekauft habe und wir vielleicht besser ein wenig laufen gehen.
"Liebe Sylvia," beginne ich ein bedenklich wacklig auf ausgeliehenen Rollschuhen (vielleicht hätte ich Sylvia sagen sollen, dass ich noch nie Rollschuh gelaufen bin - aber so schwer kann das nicht sein und hier im Park ist Platz genug) "Du bist den Zusehern des SAT1-Frühstücksfernsehens als sympathische Nachrichtensprecherin bekannt und Deine Fans lieben nicht zuletzt Dein warmes Lächeln. Gefriert einem das nicht manchmal angesichts der Nachrichten, die man zu verkünden hat? Wie geht man als Nachrichtensprecherin damit um?"
Sylvia: "Erstmal schlage ich vor, dass ich Dich für die ersten 500 Meter ans Händchen nehme, bevor Du mir noch im Busch landest. So, das geht schon besser. Klappt doch! Ach so, Deine Frage. Leider gibt es jeden Tag mindestens eine Nachricht, die mir an die Nieren geht, besser gesagt "gehen müsste", denn wenn ich dieselbe Nachricht 11 Mal in 3 Stunden vorlese, stumpfe ich ab. Das ist ganz normal. Eigentlich darf man als Nachrichtensprecherin nicht zu sehr "betroffen" sein, damit die Objektivität bleibt. Das fällt mir aber ehrlich gesagt immer sehr schwer. Ich falle meinen Nachrichtenchefs Kalle und Eleonore immer fast um den Hals, wenn ich eine wirklich lustige Meldung dabeihabe: Zum Beispiel: Frau kann nicht einparken etc."
"Bist Du ein politisch interessierter Mensch? Könntest Du Dir vorstellen, auch mal für eine Sache, an der Dir viel liegt, konkret tätig zu werden, in einem Amt oder anderweitig?"
Sylvia: "Ich muss gestehen: ich habe zwar Politik studiert und lese Nachrichten aber mit Parteien etc. habe ich nichts zu tun. Ich könnte mir nicht vorstellen (schon gar nicht gegenwärtig) mich für eine Partei zu engagieren. Ich denke eher an Sachen wie Organisationen, die sich für Kinder oder Tiere einsetzen. Da werde ich mich sowieso mal schlau machen, welche Möglichkeiten es da gibt."
Im Gästebuch Deiner Homepage ( www.sylvia-bommes.de ) haben sich auch schon Deine Eltern eingetragen. Was bedeutet für Dich Familie und wie wichtig ist sie Dir? Wie stehst Du zu Kindern?"
Sylvia: "Oh, ich habe eine sehr enge Verbindung zu meinen Eltern. Wir sehen uns sehr sehr oft und sie sind für mich wie die besten Freunde. Es gibt keine Tabu-Themen und wir sind immer füreinander da. Ich war sogar gerade mit meiner Mama auf Mallorca. Kinder? Ich finde Kiddis grossartig. Wenn ich die sehe oder wenn ich bei Bekannten bin und mit deren Kindern spielen kann, dann steigen in mir manchmal Muttergefühle auf (bin auch immerhin 29). Aber im Moment kommt ein Kind wohl noch nicht in Frage. Wenn es doch passieren sollte....würde keine Welt für mich zusammenbrechen."
"Du bist seit 2000 als Nachrichtensprecherin im Frühstücksfernsehen bei SAT1 zu sehen. Was möchtest Du beruflich weiter erreichen, wie sind Deine Zielsetzungen?"
Sylvia: "Ich würde gerne mehr "Ich-selbst" sein. Mehr meinen wirklichen Charakter zeigen, nämlich nicht schreckliche Dinge verkünden, sondern auch mal schöne Ereignisse, Interviews führen, vielleicht mit Stars aus Film, TV, und Musik. Ich möchte eigentlich nicht mehr hinter die Kamera (das ist wie mit der Schokolade, da komm ich auch nicht von weg). Andererseits möchte ich aber niemals aufhören Radio zu machen. Das ist eine echt gesunde Mischung. Ich hoffe, das alles klappt in nächster Zeit ...."
"Wie ist Dein normaler Tagesablauf, wenn Du im Frühstücksfernsehen die Nachrichten moderierst bzw. wenn Du frei hast?"
Sylvia: "Mittlerweile klingelt mein Wecker um 3 Uhr nachts - vorher war es 2.45 Uhr (ich hab mir einfach mal ne viertel Stunde mehr gegönnt). Dann holt mich auch schon um halb vier das Taxi ab. Im Sender mache ich dann kurz das Nötigste, wie Schlagzeilen schreiben und Kakao trinken dann geht´s ab in die Maske. Das ist der schönste Teil des Morgens, da kann man noch so richtig entspannen. Danach lese ich die Nachrichten durch und kläre ab, was ich nicht aussprechen kann, was ich nicht verstehe, dann ab ins Studio: Einleuchten und Ton, und um kurz vor sechs geht dann schon die Sendung los. Was dann passiert siehst Du ja im TV. Zwischendurch renne ich immer zwischen Studio und Redaktion hin und her und bearbeite nochmal ein paar Nachrichten. Um halb neun hab ich frei, gehe mich abschminken und warte auf die Konferenz, die um 9.15 beginnt. Dort sitzen wir zusammen und bereden, was schlecht oder gut war. Dann schlagen wir Themen für den nächsten Tag vor und SCHLUSS. Jeder Tag geht anders weiter. Mal gehe ich spazieren, treffe mich mit Freunden, gehe Shoppen, mache Sport. Aber was täglich dazu gehört ist Verbotene Liebe und Marienhof gucken. Ist mir nicht peinlich! Vorher waren es sogar 3 Serien, als es noch Berlin Berlin gab. Ich bin schrecklich traurig, dass die Pause machen...heul"
"Nehmen wir an, ich sei eine gute Fee (zugegeben, eine ungewöhnliche Vorstellung, verzweifelt mit den Armen rudernde gute Feen auf Rollschuhen sind selten) und könnte Dir drei Wünsche erfüllen, berufliches oder privates, was immer Dir wichtig ist - was würdest Du Dir wünschen?"
Sylvia: "Mein erster Wunsch wäre, dass ich noch sehr sehr lange mit meiner Familie zuammen sein kann. Also Gesundheit steht an erster Stelle, weil ich da schon viel Negatives erlebt habe.
Mein zweiter Wunsch: Dass es irgendwann mal soweit ist, dass in einer Nachrichtensendung nicht mehr von Krieg, Anschlägen, Terror und Gewalt gesprochen wird. Dass es tatsächlich mal GOOD NEWS gibt.
Wunsch Nummer 3: grübel, da wird es schon schwieriger. Na dann geh ich mal wieder vom Globalen weg und schau mich an....dass ich nicht von dieser Welt gehe, ohne etwas bewegt zu haben. Wie hört sich das denn jetzt an...."/div>
Während Sylvia noch ihre Wünsche verkündet, missglückt mir der überraschend eingelegte Versuch, einen Salto mit einem doppelten Rittberger zu kombinieren, woraufhin es mich unsanft von den Beinen holt. Sollte an dem Sprichwort, dass der liebe Gott kleine Sünden sofort bestraft, was dran sein, hätte ich mir die Gute-Fee-Amtsanmassung vielleicht doch verkneifen sollen... aber kaum habe ich mich mit Sylvia's Hilfe aufgerappelt und beim Durchzählen festgestellt, dass kein Knochen fehlt, kann es mit dem Interview weitergehen.
"Sylvia, Du warst nach Andrea Ballschuh die zweite prominente TV-Moderatorin, die im CPC aufgetaucht ist und damit für Aufregung gesorgt hat. Was hälst Du vom CPC und was allgemein von den Tendenz, vorwiegend weibliche Stars und Sternchen immer mehr und teilweise "in sehr offenherziger Form" im Internet zu präsentieren?"
Sylvia: "Was ich nicht leiden kann sind Männer, die nur und absolut nur darauf aus sind, Bilder aus dem Fernsehen zu erhaschen, auf denen vielleicht mal ein Busen raushängt, oder der Rock verrutscht ist und die dann mit sabbernden Mündern vorm PC sitzen. Wie ich im Forum sehe, klicken dann natürlich die meisten drauf. Frauen können sich diese Motivation , glaube ich, nicht vorstellen. Die sind einfach anders gestrickt. Warum gibt es denn kein Forum, in dem Frauen Männer posten? Andererseits legen es die Frauen ja auch drauf an. Wenn die sich so offenherzig anziehen, müssen die sich nicht wundern, dass über diese Merkmale gesprochen wird. Da bin ich froh, dass ich überhaupt in dieses Forum gekommen bin, ohne was zu zeigen. Wundert mich eigentlich, aber da sieht man, dass es eben auch "andere" Männer gibt. Küss die Hand, Falcon und all den anderen Fans!"
Bevor ich angesichts von Sylvia'schen Handküssen schmelzen kann, frage ich rasch weiter.
"Ein Schritt zurück - wann und wie bist Du zum Internet gekommen und welche Bedeutung hat es heute für Dich?"
Sylvia: "Intensiv habe ich mich mit Internet erst beschäftigt, seitdem ich beim WDR moderiere. Da schaue ich bei jedem Künstler nach, hole mir Infos zu verschiedensten Themen. Ich kann mir das OHNE gar nicht mehr vorstellen. Ich würde gerne mal mit jemandem sprechen, der vor zig Jahren, vor der Internetzeit moderiert hat. Wie der sich vorbereitet hat. Wahnsinn!!!! Da brauchte man ja ne Bibliothek! Mittlerweile schaue ich jeden Tag ins Netz. Nicht zuletzt, weil ich immer mal nachsehe, ob mir jemand geschrieben hat. Briefe sind ja heute völlig aus der Mode. Leider - ich finde das ja schöner!"
"Wenn Du vor die Wahl gestellt würdest, privat entweder auf Fernseher oder Computer verzichten zu müssen, was würdest Du wählen und warum?"
Sylvia: "Das ist aber eine knifflige Frage. Ich brauche beides für den Beruf. Privat könnte ich wohl eher .... auf den Fernseher verzichten. Das merke ich immer im Urlaub. Da lese ich sehr viel, entdecke viel mehr. Warum sollte das nicht auch zu Hause funktionieren. Ohne Internet könnte ich gar nicht mehr mit Dir und den anderen kommunizieren...heul"
"Sylvia, wenn mich mein Eindruck von Dir nicht trügt (und warum sollte mein Eindruck ausgerechnet mich betrügen), dann bist Du sowohl sportlich wie auch musikalisch sehr ambitioniert. Welche Sportarten betreibst Du oder interessieren Dich? Und welche Musikrichtungen magst Du, wozu tanzst Du gerne?"
Sylvia: "Mache ich wirklich einen sportlichen Eindruck??? Dank an die Natur!!! Ich muss gestehen, dass ich mich die meiste Zeit zwingen muss, Sport zu machen. Ich liege viel lieber faul herum. Seit neuestem jogge ich. Hab mir extra teure Schuhe gekauft, damit ich auch ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal nicht jogge. Trotzdem fällt es mir nicht leicht. Es ist aber auch bisher kein Sport dabei gewesen, für den ich mich 100%ig begeistern konnte. Dafür tanze ich täglich in meinem Zimmer. Und zwar auf jeglicher Musik. Am liebsten auf 80er Jahre und Charts."
"Was sind Deine drei Lieblingslieder und könntest Du eins jetzt auf Anhieb ansingen?"
Sylvia: "Puh, das ist aber eine Hammerfrage. Im Moment, Lieblingslieder...Mich hat beim Inselradio ein Lied total begeistert. Da hat eine Gruppe, ich glaub sie heisst XXL, einen Elvis Song genommen, den ich nicht kannte, und hat ihn aufgepeppt. Das ist total klasse. Ich werde mich mal nach dieser CD umschauen. Ich gebe zu, im Auto oder zum Antanzen höre ich auch gerne Sasha. Der Mann verfolgt mich einfach. Auch Alcazar "Crying at the discotheque" fand ich grossartig...ich kann nicht mehr denken, Du fährst mir ja fast davon mit deinen Rollschuhen..... Singen kann ich sie alle (protz)...also: The golden years, the silver tears, you wore a tie like Richard Gere...na was ist das?"
Während Sylvia eins ihrer Lieblingslieder anstimmt und ich darüber nachdenke, welches sie gewählt hat (klingt doch stark nach Alcazar...), mache ich den verständlichen Fehler, ihr verzückt zuzuhören. Sie hat vermutlich auch eine sehr schöne Singstimme, aber das lässt sich schwer beurteilen, weil sich gleichzeitig eine schreiende Gruppe von Spaziergängern fluchtartig vor mir in Sicherheit bringt. Während der letzte ältere Herr mit unerwarteter Behendigkeit hinter einen Baum stürzt, bringe ich meine wilde Fahrt wieder unter Kontrolle, zumindest soweit, um die nächste neugierige Frage stellen zu können.
"Nehmen wir an, durch eine Krümmung im Raum-Zeit-Kontinuum entsteht eine Zeitschleife. Als Auswirkung daraus erlebst Du drei Monate, in denen Du tun und lassen kannst, was Du willst, und auch nicht auf Geld etc. achten musst, weil Du alle Kosten auf später schieben kannst und dann durch die Zeitschleife ohnehin alles wieder quasi zurückgespult wird. Zufälligerweise weisst Du das schon vorher, weil es Dir eine freundliche rollschuhfahrende Fee verraten hat. Was würdest Du mit den drei Monaten anfangen?"
Sylvia: "Ich würde gerne ein Wochenende lang ein grosses Kaufhaus mieten. Alle Leute, die ich kenne einladen. Party machen. Auf den Betten herumhüpfen, mit Geschirr schmeissen, die ganze Musik hören... Dort gibt es ja auch alles zu essen und zu trinken! Aber das dauert keine drei Monate...hmm...dann würde ich gerne ins All fliegen, zum Mond, zu Mars...dort hat ein Bekannter ein Grundstück gekauft...Ich würde dort kräftig abrocken und irgendwas Persönliches von mir dalassen...schöne Vorstellung, alles von oben zu sehen...träum"
"Apropos Raum und Zeit - gerade kam der nächste Teil der Starwars-Serie ins Kino. Was war der letzte Film, den Du im Kino gesehen hast, wie hat er Dir gefallen, und welche Filme schaust Du Dir gerne im Kino an?"
Sylvia: "Episode 2 werde ich mir auch noch ansehen, aber mein letzter Film war eine Liebesschnulze mit Meg Ryan. Sie heisst "Kate und Leopold". Nicht nur weil der Hauptdarsteller ein Traum ist, nein: die Story war ganz witzig. Ein Mann aus dem Jahr 1867 kommt durch einen Raum-Zeit-Riss ins Jahr 2002. Und verliebt sich....sowas seh ich sehr gerne. Dann finde ich Ice Age klasse, den hab ich davor gesehen. Ich schau mir eigentlich alles an ausser Horror und fiese Psycho-Sachen. Sowas wie Sixth Sense hat mir 2 Wochen Schlaf geraubt, obwohl er einer der besten Filme war, die ich je gesehen hab - allein von der Idee und vom Überraschungsmoment her."
"Nochmals Raum und Zeit - was glaubst Du, in welchen Bereichen sich die Welt in den nächsten zehn Jahren am gravierendsten weiterentwickeln wird? Und wo wirst Du in zehn Jahren sein, was wirst Du tun?"
Sylvia: "Ich hoffe, dass ich noch sehr lange leben werde, denn die Möglichkeiten sind unerschöpflich, was gleichzeitig Angst macht. Irgendwann laufen die Schauspieler in unserem Zimmer herum weil 3D möglich ist beim Fernsehen. Wir können uns klonen. Wir werden unsere Holidays im All verbringen. Nur das Beamen wird es wohl nie geben. Es macht Lust aber auch, wie gesagt, Angst sich vorzustellen, was in 30 Jahren sein wird. Alles maschinell, computerlastig. In 10 Jahren bin ich 39, habe wahrscheinlich eine eigene Familie. Ich möchte auf keinen Fall auf der Strasse erkannt werden: Horror. Ich möchte einen Job haben, der mich nicht auffrisst, viel mit der Familie unternehmen, ein Häuschen in einem Land haben, wo immer schönes Wetter ist und hoffe einfach nur, dass alle gesund sein werden."
"Kehren wir in die Gegenwart zurück. Ähnlich wie Andrea Ballschuh hast Du als Motto das Lachen, sechs Minuten pro Tag sind gesund (hoffentlich auch mehr). Worüber bzw. über wen kannst Du am meisten lachen?
Sylvia: "Ehrlich gesagt über Alltagssituationen. Ich war mit ner Freundin frühstücken in einem Cafe. Und als die ihr Ei aufschlug zerplatzte es und wir hatten das ganze Ei-Innere im Gesicht hängen. Da muss ich dann aufpassen, dass ich mir nicht in die Hose mache, vor Lachen"
"Bei den Vorstellungen der Fangroup-Betreiber wurde auch die Frage gestellt, was die sich bei einem Fangrouptreffen mit Dir und Andrea Ballschuh in Californien wünschen würden. Könntest Du Dir grundsätzlich vorstellen, eine Aktion wie diese mitzumachen?"
Sylvia: "Klar! Andrea und ich könnten dann zu Musik wie "Miss California" tanzen. Ne, im Ernst. Klar, würde ich gern so ein Treffen mitmachen. Warum eigentlich Kalifornien, geht nicht auch.....Mallorca oder Ibiza? Lach..."
"Und was würdest Du selbst am liebsten mal mit der Fangroup bzw. Deinen treuesten Fans unternehmen, wenn sich Zeit und Möglichkeit für eine Aktion ergeben?"
Sylvia: "Erstmal würden wir uns an einem grossen Tisch setzen und viel Quatschen, dabei was schönes essen - vielleicht Fondue oder so. Abends gehen wir tanzen!!! So oder so ähnlich könnte es gehen..."
"Schlussfrage: Was habe ich vergessen zu fragen, möchtest Du aber noch beantworten bzw. sagen?"
Sylvia: "Du hast vergessen zu fragen, wie Du mit diesen Rollschuhen bremsen kannst..."
"Liebe Sylvia, ich bedanke mich herzlich für dieses interessante Gespräch!"
Während ich überlege, ob ich Sylvia nun zum Abschluss des Interviews die Hand schütteln soll oder es wagen kann, sie mal in den Arm zu nehmen, mache ich den Fehler, nicht auf den nun abschüssigen Weg zu achten, den wir mit steigender Geschwindigkeit entlangrollen Nun gibt es kein Halten mehr und wie ich so den Weg hinunterrase und erstaunlich reaktionsschnelle Passanten links und rechts in die Büsche hechten, frage ich mich, wo das bloss enden wird.
Die Frage wird schnell beantwortet - inmitten eines kleinen Teichs, denn die scharfe Kurve des Weges am Teichrand habe ich nicht geschafft. Nach einer kurzen Schwimmübung stelle ich erleichtert fest, dass mir der Teich nur bis zur Hüfte geht, und so wird wohl nicht mehr als ein kräftiger Schnupfen übrigbleiben. Dankbar erblicke ich Sylvia, die an den Teich herangerollt ist und bereits mit einem grossen weissen Taschentuch winkt. Ja, so ist sie eben, unsere Sylvia, fürsorglich und liebenswert.
Vielleicht will sie aber auch nur den erbosten Passanten signalisieren, dass ich meine Rollschuh-Amokfahrt nicht mehr fortsetze und mich ergebe...